Koelnmesse: Öffnet die Hallen!
21. August 2011
275.000 Besucher auf der gamescom 2011 – eine stolze Zahl, die die Koelnmesse am Sonntag veröffentlichte. Doch es hätten noch mehr sein können, wenn die gamescom ihr Potential nur ausnützen würde, meint Frederic Schneider in seinem Kommentar.
Selbst der Branchenverband BIU wird nicht ganz damit gerechnet haben, dass der Besucherrekord aus 2010 so schnell noch einmal um gut acht Prozent mehr Gamer getoppt werden könnte. Ja, ein klares Fazit: die gamescom war für die Aussteller, Besucher und – bitte lasst uns diesen Triumph – auch für die Presse ein voller Erfolg.

Schon am Messedonnerstag war sehr viel los auf dem Messegelände
Doch die Vorkommnisse am Messesamstag geben zu denken. Aufgrund des hohen Andrangs hatte die Messeleitung entschieden, die Eingänge sicherheitshalber zu schließen und den Verkauf von Tagestickets zu stoppen. Ewig lange Schlangen bei hohen Temperaturen vor dem Messegelände und abnormale Wartezeiten an den Ständen – EA sprach von bis zu neun Stunden bei Battlefield 3 – waren das Resultat. Dass es irgendwann dazu kommt, war abzusehen. Schon in den Jahren 2009 sowie 2010 und selbst auf der “Games Convention” in Leipzig sind manche Hallen so überfüllt gewesen, dass man schwer durch kommen konnte. Selbst wenn es noch ging, so war es doch nie angenehm.
Wieso die Koelnmesse nicht reagierte, bleibt zunächst ihr Geheimnis. Wieso die Hallen 1, 2, 3 und 11 nicht benutzt werden, auch. Aber wieso? Mehr Hallen zu öffnen bedeutet sicherlich erst einmal auch mehr Arbeit, vielleicht auch geringere Quadratmeterpreise, es bedeutet zugleich aber auch mehr Platz, die Stände könnten flexibler gestaltet werden. Die Massen würden sich besser verteilen. Wahrscheinlich wäre der Besucherrekord von 275.000 Menschen noch höher ausgefallen.
Davon würden nicht nur die Aussteller profitieren, sondern besonders die Messebesucher, die das Kapital der gesamten gamescom sind. Nach dem Messesamstag in 2011 sollte die Koelnmesse, die ansonsten eine hervorragende Arbeit macht, reagieren und die anderen Hallen endlich öffnen.
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