Ein Abend als Twitter-Reporter
14. Juli 2011
Twitter ist ein tolles Medium. Nicht nur, dass es in diesen Tagen fünf Jahre alt geworden ist und damit zeigt, dass es ob seiner Belietbheit keine Eintagesfliege ist. Vor allem öffnet es neue Tore für jene, die wie ich Spaß daran haben, auf dieser Plattform etwas zu schreiben.
Als begeisteter Fußballzuschauer, der auch unseren Mädels die Daumen drückte, besuchte ich vergangene Woche das Spiel Äquatorial-Guinea gegen Brasilien in Frankfurt und bewarb mich bereits vorher bei der “Frankfurter Neue Presse” als so genannter Twitter-Reporter. Dahinter steckt eine von Weber Shandwick betreute Kampagne der Deutschen Telekom. Pro Spiel werden sechs Twitterer gesucht, die über den Account “Herzrasen11” berichten. Die Telekom arbeitet dabei mit regionalen Zeitungen zusammen, wovon jeweils zwei Medien pro Spiel drei Reporter schicken dürfen. Einer der drei Teilnehmer pro Spiel und Zeitung kann zudem ein Sony Ericsson Xperia gewinnen – im Übrigen das Smartphone, mit dem jeder Twitter-Reporter während seines Einsatzes arbeiten darf.

@molschewski und ich (die dritte Kollegin kam etwas später hinzu), Foto: Herzrasen11
Für das Halbfinale Japan gegen Schweden bekam ich nun die Möglichkeit, einer der “Glücklichen” zu sein. Unsere Betreuerin gab uns zwar ein, zwei Aufgaben, worüber wir twittern sollten, ansonsten hatten wir relativ große Freiheiten. Man regte lediglich an, neben allgemeinen Informationen wie den aktuellen Spielstand Emotionen und Geschichten aus dem Stadion aufzusaugen. Der Vorteil dabei war, dass wir direkt im Fanblock saßen und Zuschaueremotionen direkt mitbekommen konnten. Nachteilig: Mit einer Presse-Akkreditierung ist man näher am Spielgeschehen dran, darf vllt. in der Mix-Zone mit Spielern sowie den Verantwortlichen kurze Gespräche führen und vor allem Fotos vom Spielfeld schießen, was uns leider über den “Herzrasen11″-Account nicht erlaubt war.
Im Folgenden eine chronologische Auflistung aller meiner Tweets, die unter “Herzrasen11″ mit dem Kürzel “fs” zu lesen sind:
- Auf der Buhne vor dem Stadion wird “Ich will Spaß“ von Markus gecovert – den haben wir!
- Politischer Tipp: Hessens Umweltstaatssekretär Weinmeister inkognito getroffen, er glaubt an ein 2:1 für Japan
- Männliche Zuschauer im Fanblock sind etwas zurückhaltend, befragt nach ihren Erwartungen: “Einer wird gewinnen”
- Das obligatorische “Heidelsheim”-Banner auf schwarz-rot-goldenem Hintergrund darf hier im Stadion auch nicht fehlen
- Erste Laola-Welle auf den Oberrängen verlief im Sande, zweiter Versuch klappt
- Tor für Schweden. überschwinglicher Jubel im Stadion
- Reporter-Kollege von der @rheinzeitung hat sich Spickzettel mit Infos über die Mannschaften mitgebracht, sehr schlau ;)
- Wo kommen plötzlich die weißen Flaggen mit roten Punkten alle her? Japan gleicht aus, 1:1
- Kommentar aus dem Fanblock: “Wie die mit ihren kurzen Füßen flitzen tut, sagenhaft”
- Unser Arbeitsgerät: http://yfrog.com/ki21545366j
- Gefühlt erhöht sich derzeit die Fehlerquote im Spiel
- Wir wollen ja keine Vorurteile bedienen, aber auffällig viele Japaner sind mit Fotoapparaten ausgestattet
- Kolleginnen helfen den kleinen Fans bei Fragen: http://yfrog.com/klutdwij :)
- Junger schwedischer Fan ist optimistisch, dass es ihre Mannschaft noch mit einem Sieg in das Finale schafft
- Publikum besteht im Vergleich zu normalen BuLi-Spielen deutlich aus mehr Familien, tut der Stimmung aber keinen Abbruch
- Japan geht erstmals in Führung durch einen Abwehrfehler, 2:1
- Und das 3:1 für Japan, wieso geht die Schwedin auch so weit aus dem Tor?
- Zeitspiel der japanischen Torhüterin wird gnadenlos vom Publikum ausgepfiffen
- Schweden machen einfach zu viele Fehler, Japan konnte das bereits dreimal erfolgreich und inzwischen verdient ausnutzen
- Verdienter 3:1-Sieg für Japan, die Asiatinnen haben heute großen Respekt verdient. Schwedische Fans gehen enttäuscht heim
- Japanerinnen bedanken sich per Banner für die Unterstützung der Fans. Okay, die Pfiffe waren erwartbar
- Hat Spaß gemacht, an dieser Stelle sagt @frederics ein Dankeschön bei allen Lesern für die Aufmerksamkeit